Rimpars vergebene Aufholjagd
Nach dem 36:37 ist der Regionalliga-Traum ausgeträumt

Gerd Nöth gibt mal wieder alles. Der Rimparer Bäcker ist Hallensprecher und damit verbaler Einpeitscher in der „Hölle Nord“, der proppenvollen Dreifachturnhalle zu Rimpar. Auch wenn er an diesem Samstagabend erstmals in der Saison das ansonsten zelebrierte Heimspiel-Einlaufen der eigenen Mannschaft ein wenig verschlafen hat, ist sein stimmlicher Einsatz während der 60 Spielminuten stets vorbildlich. Dabei scheint die Schreierei von Gerd Nöth heute relativ sinnfrei – denn der Gast, die Bundesliga-Reserve der HSG Balingen-Weilstetten, ist gerade dabei, die Handballer der SG DJK Rimpar nach Strich und Faden vorzuführen.

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h1 Abstieg aus der Regionalliga besiegelt

 

Nach der knappen Niederlage gegen die Bundesligareserve aus Balingen - Weilstetten ist das Nahe Ende des Rimparer Regionalliga Abenteuers zur Tatsache geworden. Bei nur noch acht möglichen Punkten, ist nun auch rechnerisch der rettende 10te Platz nicht mehr erreichbar.

Ein Wechselbad der Gefühle bescherte die heimische DJK ihren zahlreich anfeuernden Zuschauern. Anders als in den letzten Begegnungen fehlte es diesmal zu Beginn des Spieles am bedingungslosen Einsatzwillen, so dass es den agil aufspielenden Gästen zu leicht gemacht wurde, die Bälle am chancenlosen Brustmann vorbei ins Tor zu befördern.

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„Mein Pass bleibt in Rimpar“
Rimpars Stig Skilbred weiß noch nicht, ob er noch weiter Handball spielen wird

Handball Regionalliga Süd
SG DJK Rimpar – HBW Balingen/Weilstetten 2
(Samstag, 20 Uhr, Dreifachsporthalle)


Stig Skilbred redet erst gar nicht um den heißen Brei herum. „Wir können selbst rechnen und wissen deshalb auch, dass es nur noch winzige theoretische Chancen gibt, die Klasse zu erhalten. Aber das wussten wir auch schon vor dem Spiel in Pirna“. Der 31-jährige Kreisläufer der SG DJK Rimpar denkt aber beileibe nicht daran, nun vor Resignation oder Enttäuschung zu erstarren: „Ich kann für alle unsere Spieler sprechen und versichern: Wir werden bis zum letzten Spieltag kämpfen. Das sind wir schließlich auch den anderen Vereinen schuldig, für die es vielleicht noch um etwas geht. Zudem ist das hier ganz klar eine Frage der Ehre.“ Das klingt heroisch von einem, den sie in Rimpar den „Paten“ nennen. Das klingt aber auch ein wenig Furcht einflößend, wenn er so da steht mit seinen knapp 100 Kilogramm, die auf drahtige 198 Zentimetern verteilt sind. Schließlich zählt der Kreisläufer als ein „harter Hund“.

 

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Der Rimparer Schnupperkurs geht zu Ende
Handball-Regionalligist verliert in Pirna trotz einer ansprechenden Leistung und wird wohl absteigen

ESV Lok. Pirna – SG DJK Rimpar 26:25 (11:12)


Der Schnupperkurs in der Regionalliga neigt sich für die DJK Rimpar dem Ende entgegen. Immerhin kann der Aufsteiger mit Fug und Recht behaupten, dass er nicht das wurde, was ihm viele Fachleute vorhergesagt hatten: nur ein Punktelieferant. Auch wenn es nicht mehr reicht für die SG DJK Rimpar, sportlich die Klasse zu erhalten, so haben die Handballer bewiesen, dass sie durchaus mithalten können im Regionalliga-Geschäft. Dies zeigten sie auch in Pirna: Trotz einer kämpferisch und teilweise auch spielerisch ansprechenden Leistung kehrte das Karrer-Team aber mit leeren Händen aus der 400 Kilometer entfernten Stadt nahe Dresden zurück in die Marktgemeinde.
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h1 Unglückliche Niederlage in Pirna

 

ESV Lok Pirna : DJK Rimpar 26:25 (11:12)

 

Ihren Vorsatz, die fast 800km nicht umsonst zu fahren, konnten die Karrer Schützlinge nicht ganz umsetzen, auch wenn sie ihre Haut mehr als teuer in der sächsischen Schweiz verkauften. Wie schon in den letzten .Partien fand die DJK gut ins Spiel und konnte sich nach ausgeglichenem Start in der zwanzigsten Minute mit 7:9, vor knapp 600 Zuschauern, erstmals mit zwei Treffern leicht absetzen. Zwar verhinderten einige leichte Ballverluste einen höheren Vorsprung des Gastes, dieser ging aber dennoch zufrieden mit einer knappen 11:12 Führung zum Seitenwechsel in die Kabine.

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Rimpars weiter Weg
Nur ein Sieg in Pirna lässt ein Fünkchen Hoffnung

ESV Lok. Pirna – SG DJK Rimpar
(Samstag, 19.30 Uhr)


Busabfahrt am Marktplatz: 12.30 Uhr

Noch sechs Spiele, in denen zwölf Punkte zu vergeben sind. Nun muss man auch in Rimpar kein Mathematik-Genie sein, um auszurechnen, dass es bei acht Punkten Rückstand auf den rettenden Platz zehn wohl nicht mehr allzu leicht sein wird, die Klasse sportlich zu erhalten. Zwar mehren sich die Gerüchte, dass einige Handball-Klubs ernsthaft überlegen, ob sie sich das Abenteuer dritte Liga im kommenden Jahr finanziell leisten wollen, doch darauf zu spekulieren wäre Unsinn.
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