Kantersieg gegen Tabellendritten

SG DJK Rimpar II - TV Erlangen/Bruck 34 - 21 (14 - 8)

Wenn ein Torhüter mehr Bälle hält, als er hineinbekommt, kann man ihm getrost das Prädikat Extraklasse verleihen. Als Markus Leikauf in der 48. Minuten des Spiels gegen Erlangen-Bruck beim Spielstand von 30:18 seinen Platz mit dem nicht minder gut haltenden Michael Fleder tauschte, hatte er insgesamt 20 Würfe eines letztlich überforderten Gegners entschärfen können. Der schon in einigen Zweitligapartien hervorragend haltende Keeper war ohne Zweifel der Mann des Tages, auch wenn mit Dominik Schömig ein weiterer Spieler der Extraklasse die Brucker Deckung zur Verzweiflung trieb.

 

Überhaupt hatte der Tabellendritte aus Erlangen in diesem sehr fairen  Spiel nur bis zum 6:6 mithalten können, dann zog Bundesligareserve unaufhaltsam bis zum 14:8 Pausenstand davon. Immer wieder rannten sich die körperlich nur scheinbar überlegenen Brucker in einer von Matthias Keidel hervorragend organisierten Deckung fest und mussten reihenweise Konter über sich ergehen lassen. Einzig die Torausbeute ließ auf Seiten der Jungwölfe erheblich zu wünschen übrig, da man insbesondere in der ersten Halbzeit immer wieder frei vor dem Erlanger Tor auftauchte, aber am glänzend disponierten gegnerischen Keeper Bernhard Zapf scheiterte. Ihm allein hatten es die Brucker zu verdanken, dass nicht schon der erste Abschnitt mit einem Debakel endete.

 

Die Bundesligareserve, die auf einige etablierte Spieler wie auf den gesperrten Felix Heinrich, den in der A-Jugendbundesliga gebundenen Felix Rother, den beruflich verhinderten André Fischer und die Langzeitverletzten David Winheim, Mike Wagenbrenner, Nico Gräsl und Fabian Heinrich verzichten musste, zeigte einmal mehr, in welcher Breite die Marktgemeinde über spielerische Substanz  verfügt. Vier der A-Jugendlichen, die noch vor knapp zwei Wochen bayerischer Meister geworden sind, fügten sich nahtlos in das Team von Trainer Andreas Thomas ein, beteiligten sich geschlossen am Torreigen und konnten beweisen, dass man in Zukunft auf sie zählen kann.

 

Gerade in der zweiten Halbzeit zeigte sich eine Form von Routine in der Verwaltung der längst entschiedenen Partie, die schon fast etwas Beängstigendes hatte. Selbst als die Brucker beim Stand von 23:12 einen Viertorelauf hatten und auf 23:16 verkürzen konnten, zog die Bundesligareserve das Deckungskorsett etwas enger und war schon bald wieder auf eine Differenz von zehn Toren enteilt. In dieser Phase schienen die Gäste zu spüren, dass auch ein noch so ambitioniertes Aufbäumen gegen ein drohendes Debakel die Jungwölfe nicht beeindrucken konnte. Mit einem Markus Leikauf im Tor, der keinen einzigen der acht von Außen geworfenen Bälle   passieren ließ und reihenweise verzweifelte Versuche aus der zweiten Reihe entschärfte, und einer agilen, wendigen Rimparer Deckung hatten die Brucker eine regelrechte Wand vor sich. An diesem Tag war die Bundesligareserve für den Tabellendritten eindeutig eine Nummer zu groß. Der Sieg von 34:21 war auch in der Höhe mehr als verdient.

 

Mit diesem Sieg erkämpfte sich das Team um Andreas Thomas den Platz an der Sonne in der Landesliga Nord, da am Vortag Erlangen III zuhause gegen die Allacher mit 34:36 gepatzt hatten. Doch angesichts des schweren Restprogramms warnt der Trainer vor allzu großer Euphorie, da man gegen eben jene Allacher, gegen die man im Hinspiel einen Punkt lassen musste,  noch antreten muss und beim Auswärtsspiel am nächsten Wochenende gegen die angeschlagenen Münchberger auf einen unangenehmen Gegner treffen dürfte.

 

Es spielten für SG DJK Rimpar II: Markus Leikauf, Michael Fleder (ab 48. Min), Bastian Krenz (2), Tino Fischer (2), Matthias Keidel (5), Dominik Schömig (9/2), Niklas Grammel (1), Florian Schneider (1), Jan Grammel (1), Nico Gräsl (n.e.), Nico Emmerling (2), Tim Rösner (6), Bastian Demel (4), Lukas Schmitt (1)

 

Es spielten für TV Erlangen-Bruck: Bernhard Zapf, Thorben Neukirchen (ab 31.), Thomas Schmautz (1),  Sebastian Riedel, Stefan Dubois, Sven Eskofier (4), Thomas Krauter, Benedikt Wackersreuther(2), Christoph Schneider (4), Denis Kübler (5), Philipp Wolf (4/1), Frank Wölfel (1/1)

 

Zeitstrafen:  Denis Kübler (2 Min.)

Spielfilm: 1:0, 3:1, 6:2, 6:6, 9:6, 12:7, 14:8 (Halbzeit) 15:8, 21:9, 21:12, 23:12, 23:15, 27:16, 30:18, 32:20, 34:21

 

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