Wölfeserie hält - seit zwölf Spielen unbesiegt
DJK Rimpar Wölfe - LHC Cottbus 25:22 (13:12)
Mit drei Verletzten teuer erkaufte Punkte beim neunten Heimsieg
Unter dem Begriff "Phyrrussieg" ging eine Schlacht in der Antike in die Geschichte ein, als der siegreiche König verkündete: "Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“ Ähnlich muss Jens Bürkle gefühlt haben, als er nach Spielende drei seiner Helden auf dem Weg ins Krankenhaus wusste. Für Abwehrchef Daniel Sauer war bereits nach fünf Minuten Schluss, als er wie sein Cottbusser Gegenüber, Robert Takev, mit einer Knieverletzung die Segel streichen musste.
Janko Skrbic lädierte sich noch im ersten Durchgang die Hand und Kapitän Stefan Schmitt wurde nach einer unglücklichen Bekanntschaft mit Robert Schulzes Ellenbogen, in der 49ten Minute stark blutend aus der Halle begleitet. Aber auch sonst tat sich der unterfränkische Ligaprimus äusserst schwer gegen aufopferungsvoll kämpfende Lausitzer. Zunächst zu unbeweglich gegen die offensive Gästeabwehr erzielte Patrick Schmidt erst nach knapp neun Minuten den ersten Wölfetreffer per Strafwurf. Dieser löste etwas die Lethargie der Heimsieben und nur zwei Minuten später markierte Janko Skrbic beim 3:2 die erste Führung für seine Farben. Diese gaben seine Mitspieler bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab, auch wenn man die Gäste zu keinem Zeitpunkt abschütteln konnte. Diese zeigten sich als spielfreudiger Aussenseiter, welcher mit Schulze und Widera immer wieder Lücken im Rimparer Deckungsverband fand und hocherhobenen Hauptes ein knappes 13:12 Halbzeitresultat erkämpfte.
Sogar den erneuten Ausgleich schafften die Männer vom Tabellenende nach Wiederanpfiff, doch angeführt von Stefan Schmitt, der selbst die Treffer 15 und 16 beisteuerte, gelang es dem Favoriten sich langsam aber sicher etwas abzusetzen. Sebastian Kraus und Patrick Schmidt erhöhten durch einige sehenswerte Aktionen und beim 22:17 in der 50ten Minute schien die Partie dann doch das erwartete Ende zu nehmen. Doch die Verletzung von Schmitt und die dritte Zeitstrafe von Krze ließen die Optionen im Rückraum für Bürkle zusammenschrumpfen und nach zwei einfachen Rimparer Ballverlusten verkürzte Cottbus noch einmal den Spielstand. Ein sich stetig steigernder Max Brustmann musste mehrfach seine ganze Klasse aufbieten, um sein Team auf Kurs zu halten. Erst die Treffer von Schömig und Schmidt brachen dann den letzten Wiederstand der Cottbusser, die sich zu keinem Zeitpunkt wie ein bereits aufgebender Abstiegskandidat präsentierten und so konnten die knapp 650 Zuschauer gut gelaunt die anschliessende Faschingspartie geniessen.
Auf Rimparer Seite bleibt zu hoffen, dass der ein oder andere, der mittlerweile sechs verletzungsbedingt ausfallenden Stammkräfte, schnell wieder auf die Beine kommt, damit auch in der kommenden Woche zum schweren Auswärtsspiel in Aschersleben ein schlagkräftiger Tabellenführer antreten kann.
DJK: Brustmann, Leikauf - Kraus 4, Schmitt St. 4, Sauer D., Schömig 2, Keidel, Skrbic 2, Heinrich, Schäffer 2, Bötsch 1, Winheim, Schmidt P. 9/6, Krze 1.
LHC: Kozlowski, Strassburg - Robert 1, Pöhle 1, Michling, Trupp 2, Kröning 1, Henow, Takev 1, Meier 2, Fischer, Seifert 2, Widera 6, Schulze 6, Wieland.
Zeitstrafen: DJK 5 x 2min - LHC 4 x 2min
Strafwürfe: DJK 3/3 - LHC 2/0
Zuschauer: 635
Schiedsrichter: Stephan Schwarz (Boveden) / Frank-Joachim Weiß (Hannover)
Spielfilm: 0:2, 3:2, 3:3, 5:3, 6:5, 8:6, 10:7, 11:9, 12:10, 13:12 (Halbzeit); 13:13, 16:13, 17:15, 20:16, 21:17, 23:18, 24:19, 24:21, 25:22 (Endstand).
