"Not-Wölfe" mit toller Leistung in Aschersleben

HC Aschersleben Alligators - DJK Rimpar Wölfe  27:31 (11:18)

Man konnte den übersichtlichen Haufen Rimparer Wölfe, der um die Mittagszeit sich auf den Weg nach Aschersleben machte, getrost als "letztes Aufgebot" bezeichnen. Nicht nur die Hoffnung auf Einsätze von Daniel Sauer und Janko Skrbic zerschlug sich beim letzten medizinischen Check, sondern auch Max Brustmann fehlte berufsbedingt. So blieben Jens Bürkle sieben fitte Kaderspieler, zwei A-Jugendliche, der Torsteher der zweiten Herren, Michael Fleder und der angeschlagene Julian Sauer, der seinen Kollegen helfen wollte auch den vierten Saisonauftritt in Sachsen-Anhalt siegreich zu gestalten.

 

Was die Wölfe dann von Beginn an aufs Parkett zauberten, gehörte vor allem in der Offensive zum Besten, was sie im bisherigen Saisonverlauf zeigten. Auch wenn man sich zunächst noch von ein paar Gegenstössen der Heimsieben überrumpeln ließ, spielten die Unterfranken sehr laufintensiv und präzise ihre Angriffe bis der freie Mitspieler gefunden war und nach dem 4:4 in der zehnten Minute beherrschten sie klar die Partie. Dominik Schömig gelang mit seinem Treffer zum 5:9 in der 14ten Minute das Saisontor Nummer 500 für die Wölfe und auch Julian Sauer, sowie Patrick Schmidt waren von der Heimabwehr nur selten zu stellen. Zweimal Krze und erneut Schömig erhöhten zwischenzeitlich schon auf acht Tore Unterschied ehe Ascherslebens Pit Seifert mit seinem ersten Torerfolg den 11:18 Pausenstand markierte.

Natürlich hatte man auf Rimparer Seite gehofft dass die verbliebenen Recken mithalten können, aber ein solches Feuerwerk, welches "Manni" Leikauf als würdiger Brustmann-Vertreter mit 11 Paraden im ersten Durchgang krönte, konnte man so nicht unbedingt erwarten.

 

Allerdings schien es nach dem Seitenwechsel ebenso schnell bergab zu gehen. Bereits in den ersten zehn Minuten leisteten sich die Gäste doppelt so viele Ballverluste wie im ersten Durchgang und die jetzt viel wacheren und agileren Alligatoren verkürzten bis auf zwei Tore. Zweimal bewahrte Leikauf mit tollen Paraden seine Farben in dieser Phase vor dem Anschlußtreffer und erst der Rückraumhammer zum 20:23 durch Stefan Schmitt riss sein Team wieder aus der Lethargie. Es begann nun ein Kampf auf Augenhöhe, bei dem die Heimsieben verzweifelt versuchte den Spielstand weiter zu verkürzen, aber Rimpar hatte nun wieder die passenden Antworten parat. Egal ob Spielmacher Kraus erneut eine Lücke im HCA Deckungsverband nutzte, oder die immer wieder freigespielten Kreisläufer Bötsch und Schäffer sich durchsetzten, die DJK ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Auch nicht als Sebastian Kraus sechs Minuten vor dem Abpfiff, mit einer Halswirbelverletzung in die Kabine geführt werden musste. Stefan Schmitt erhöhte zeitgleich zum 23:28 und die gewohnt stabile Wölfe Abwehr geriet nicht mehr ins Wanken, so dass mit diesem verdienten Sieg die Auswärtspunkte 15 und 16 eingefahren wurden.

 

Damit hat der Tabellenführer aus Rimpar in einer schwierigen Phase seinen Vorsprung auf die Verfolger gehalten, freut sich auf ein spielfreies Wochenende an dem Regeneration angesagt ist und hat bei dreimal Heimrecht in den kommenden vier Spielen eine große Chance vor sich.

 

DJK:  Leikauf, Fleder - Kraus 3, Schmitt St. 4, Schömig 3, Heinrich, Schäffer 3, Bötsch 2, Skrbic (n.e.), Schmidt P. 7/3, Krze 4, Sauer J.5..

HCA: Böhm, Steins, Leuschner - Feuchtmann 5/3, Kommoß 5, Böcker, Seifert F., Doldan 4, Donoso 1, Müller 4, Seifert 1, Weber 4, Martinez 3.

Zeitstrafen: HCA 6 x 2min  -  DJK 5 x 2min

Strafwürfe: HCA 5/3  -  DJK 3/3

Zuschauer: 317

Schiedsrichter: Beifuß / Struck (Berlin)

 

Spielfilm: 0:2, 3:2, 4:4,  4:7, 5:9, 7:10, 8:13, 9:15, 9:17, 11:18 (Halbzeit); 11:19, 15:20, 17:22, 20:22, 21:24, 23:25, 23:28, 25:30, 27:31 (Endstand).

 

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